quirin bank berät als erste Bank Deutschlands Privatanleger in Exchange Traded Funds
24. April 2008, Frankfurt
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ETF-Vermögensberatung jetzt auch für Privatanleger zugänglich
Die quirin bank in Berlin steigt als eine der ersten Banken Deutschlands aktiv in die Beratung von Privatanlegern mit Exchange Traded Funds ein.
Karl Matthäus Schmidt, Vorstandssprecher der quirin bank: „Obwohl ETFs die effizienteste und kostengünstigste Anlageform darstellen, werden sie in Deutschland von Banken bisher weitgehend ignoriert, denn sie bringen ihnen keine Provisionen ein. Die quirin bank löst dieses Dilemma auf. Da sich die Bank nicht über Provisionen finanziert, kann sie ihren Kunden unabhängig und neutral kostengünstige ETFs empfehlen.“
Trotz des schnell wachsenden Marktes für ETFs in Deutschland (Jahr 2000: nahezu Null Euro; 2007: 25 Mrd. Euro), liegt der Umsatzanteil deutscher Banken mit ETFs gemessen am Gesamtumsatz, Schätzungen zufolge, immer noch bei weniger als 1 Prozent. Grund dafür ist, dass beim Thema Geldanlage die Interessen des Kunden und die Interessen der Bank häufig entgegengerichtet sind. Während Banken an möglichst hohen Gebühreneinnahmen interessiert sind, will der Anleger eine möglichst hohe Rendite erzielen. Hierbei besitzt die Bank einen Informations- und Gestaltungsvorteil gegenüber dem Kunden. Sie nutzt diesen, indem sie den Kunden – in für ihn nicht erkennbaren Bereichen – mit hohen Gebühren zu belasten versucht.
Es gelte jetzt, den Anleger gezielt über die hohen Verwaltungsgebühren und die Bestandsprovisionen aktiver Investments aufzuklären, so Karl Matthäus Schmidt. So seien etwa Dachfonds, die im Rahmen der kommenden Abgeltungssteuer mit aller Kraft in den Markt gedrückt würden, für die Bank ein Gewinn aber nicht für den Anleger. “Die Renditeversprechen und angeblichen Steuervorteile von Dachfonds werden von den hohen Kosten dieser Anlage komplett aufgezehrt“, so Schmidt. Dies sei den meisten Privatanlegern in Deutschland leider nach wie vor nicht bewusst. ETFs seien dagegen aufgrund ihrer günstigen Kosten, ihrer hohen Transparenz und ihrer langfristig stabilen Performance auch mit Blick auf die kommende Abgeltungssteuer eine gute Alternative für langfristig orientierte Anleger.
Die Anlage in ETFs allein ist allerdings noch keine Garantie für den Anlageerfolg, denn ETFs können im Wert steigen und fallen, wie die Wertpapiere (Indizes), die ihnen zugrunde liegen. Die quirin bank bietet Anlegern deshalb ab sofort eine ganzheitliche ETF-Vermögensberatung an, die die individuellen Anlageziele und das Risikoprofil des einzelnen Anlegers berücksichtigt.
Christian Kreuser, Generalbevollmächtigter Private Banking: “Die Auswahl und Zusammensetzung der ETFs im Rahmen der strategischen Asset Allokation ist für den Anlageerfolg das entscheidende Kriterium.“ Das Motto: „kaufen und liegenlassen“ funktioniere nicht mehr, wenn man sich die Entwicklung der Aktien- und Rentenmärkte in den vergangenen zehn Jahren anschaue. So hätten Anleger mit diesem Vorgehen in Rentenpapieren lediglich 3 Prozent und in Aktien lediglich 2 Prozent Rendite erwirtschaftet.
Im Rahmen ihrer ganzheitlichen ETF-Vermögensberatung bündelt die quirin bank daher die besten Produkte im Markt, beobachtet deren Entwicklung und gewichtet bei Bedarf um. So ist etwa das quirin-Strategiedepot „Ertrag“ mit 65 Prozent Rentenanteil und 35 Prozent Geldmarktanteil darauf ausgerichtet, Anleger mit hohem Sicherheitsund Liquiditätsbedürfnis und einer moderaten Renditeerwartung zu bedienen. Das quirin-Depot „Chance“ setzt hingegen auf starke Renditechancen. Der Aktienanteil beträgt 100 Prozent und ist in den Märkten: Europa, USA, Japan, Emerging Markets sowie in Immobilien und Rohstoffen investiert.
Karl Matthäus Schmidt: „Ich sehe einen großen Bedarf an ETF-basierter Vermögensberatung für Privatanleger in Deutschland. Wir haben hier dringend Nachholbedarf, schließlich setzen in den USA bereits 60 Prozent der Neuanleger auf ETFs und in Großbritannien rund 30 Prozent; in Deutschland stehen wir mit weniger als 10 Prozent erst ganz am Anfang einer rasanten Entwicklung“.
Exchange Traded Funds sind passive Investmentfonds, die an der Börse gehandelt werden und die die Wertentwicklung eines bestimmten Index nachbilden. Auf ein aktives Management wird verzichtet. Deshalb können ETFs mit einer deutlich geringeren Verwaltungsgebühr (Management-Fee) angeboten werden, als dies bei Investmentfonds üblich ist. Exchange Traded Funds sind einfach, kostengünstig und schlagen über Zeiträume von fünf bis zehn Jahren fast jeden aktiv gemanagten Fonds hinsichtlich der Performance.