Zittern Sie noch oder kaufen Sie schon?
0
Nach zwei Wochen mit starken Kurseinbrüchen empfehlen die ersten Banken den Wiedereinstieg in den Aktienmarkt. Das ist ein guter Plan – und zwar für die Geldhäuser. Die veröffentlichen nämlich gern positive Prognosen, um das Provisionsgeschäft anzuschieben. Ob es für Privatanleger sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Denn die Gier nach günstigen Einstiegskursen ist ein ebenso schlechter Ratgeber wie die Panik der vergangenen Handelstage.
Stichwort Panik: Ich habe übrigens keine Angst, dass mein Wertpapierdepot sich in Rauch auflöst, wenn die Achterbahnfahrt an der Börse weitergeht. Denn ich investiere langfristig und verfolge mit meinem Ersparten eine Multi-Asset-Strategie, die wir auch unseren Kunden empfehlen. Das bedeutet: niemals alles auf eine Karte setzen, sondern das Vermögen auf verschiedene Anlageklassen verteilen und dabei aktives Risikomanagement betreiben. Zu einem solchen Anlagemix gehören auch strategische Aktienpositionen. Für deren Aufbau ist es allerdings noch zu früh, denn vor Käufen sollten die Märkte sich stabilisieren.
Und da wir gerade vom Kaufen sprechen: Streuung und Risikomanagement sind nicht alles – genauso wichtig ist es, Finanzprodukte vor dem Erwerb auf versteckte Kosten, Provisionen und Gebühren abzuklopfen. Denn das sind Renditekiller, die im Gegensatz zu Marktturbulenzen langfristig Vermögen vernichten.