Wer bezahlt eigentlich die Kreuzfahrten von Finanzberatern?
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Endlich hat die schönste Jahreszeit begonnen! Kein Wunder also, dass schlechtes Essen, verschmutzte Strände und überbuchte Flüge für Beschwerden bei Reiseveranstaltern sorgen. Urlauber sind nun mal kritische Konsumenten. Das ist auch gut so. Denn wer wochenlang Prospekte wälzt und dann ein paar Tausender an den Veranstalter überweist, soll auch bekommen, was ihm versprochen wurde.
Auch Kunden von Finanzdienstleistern sollten kritisch sein – und zwar vor dem Abschluss eines Vertrages, weil die Folgen schlechter Beratung oft erst erkennbar sind, wenn es schon zu spät ist. Reklamationen bringen dann nichts mehr. Das gilt besonders bei der Altersvorsorge. Für die blättern Sparer während des Erwerbslebens locker den zwanzigfachen Preis einer teuren Pauschalreise hin und freuen sich darauf, ihren Ruhestand mit einer schönen Kreuzfahrt einzuläuten. Nicht selten aber geht an ihrer Stelle der „Berater" auf große Fahrt. Denn der hat ihnen vor Jahren ein Produkt angedreht, das dank üppiger Provisionen und überhöhter Gebühren nur seine eigene Reisekasse gefüllt hat.
Unabhängige Honorarberater empfehlen stattdessen einfache, transparente Lösungen. Sie werden direkt vom Kunden für ihre Beratungsleistung bezahlt und müssen sich ihren Urlaub nicht durch versteckte Provisionen finanzieren.
"Auf einen Kaffee mit Karl Matthäus Schmidt" ist ein wöchentlicher Gastkommentar in der Welt am Sonntag.